FAQ

Berufsorientierung und Ausbildung in der Corona-Pandemie - Häufig gestellte Fragen

Die Corona-Pandemie hat unser Leben in allen Bereichen beeinträchtigt. Natürlich sind Berufsorientierung und Ausbildungsplatzsuche auch davon betroffen. Wir beantworten an dieser Stelle ein paar der am häufigsten gestellten Fragen rund um das Thema Berufsorientierung und Ausbildungsplatzsuche. 

Dieses Video erklärt dir einiges: Ausbildung trotz Corona | So geht's - YouTube

Die Regeln ändern sich zurzeit wöchentlich und ich weiß weder was meine Berufsorientierung noch meine Freizeit angeht, was überhaupt möglich ist. Was darf ich machen und was nicht?

Leider ist es momentan in der Tat nicht so einfach, den Überblick zu behalten, da viele Regeln von den lokalen Inzidenzwerten abhängen. Ein guter Startpunkt kann zum Beispiel die App Darf ich das? sein. Achtung: Da sich die Regeln oft wirklich schnell ändern, können die Infos manchmal etwas veraltet sein. Du solltest die Infos also unbedingt nochmal mit den örtlichen Bestimmungen (zum Beispiel auf der Webseite deiner Stadt oder deines Landkreises) vergleichen. 

Kann ich trotz Corona ein Praktikum absolvieren, um in einen Beruf reinzuschnuppern?

Diese Frage lässt sich leider nicht so klar beantworten, da die unterschiedlichen Bundesländer verschiedene Regelungen getroffen haben. Es stimmt zwar, dass zu Beginn der Pandemie sehr viele Schülerpraktika ausfallen mussten, weil es einfach schwierig ist, im Homeoffice einen richtigen Einblick in den Beruf zu vermitteln. Allerdings haben viele Betriebe sich mittlerweile angepasst und können Praktika entweder unter Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsregeln oder sogar online im Homeoffice durchführen. Im Berufenavi kannst du unter „Erstmal orientieren“ nach Praktikumsplätzen vor Ort suchen – vielleicht findest du da ja einen passenden Praktikumsplatz?

Mir würde es wirklich helfen, wenn ich mich mal persönlich mit einem Berater austauschen könnte. Das ist momentan wahrscheinlich gar nicht möglich, oder?

Viele Jugendberufsagenturen und Jobcenter haben während der Pandemie Alternativen zur klassischen Beratung vor Ort entwickelt. Am besten suchst du mal im Berufenavi nach Beratungsangeboten an – dort musst du nur deine Postleitzahl angeben und bekommst dann alle Möglichkeiten zur individuellen Berufsberatung bei dir vor Ort angezeigt. 

Kann ich mich trotz Corona ganz normal auf einen Ausbildungsplatz bewerben?

Auf jeden Fall! Die Ausbildungsbetriebe denken nämlich langfristig und wissen genau, dass sie nach der Pandemie vielleicht sogar erhöhten Bedarf an qualifizierten Fachkräften haben werden. Im Jahr 2020 gab es deshalb trotz der Pandemie und der in manchen Branchen reduzierten Auftragslage viele Betriebe, die gerne Azubis angenommen hätten, ihre offenen Stellen aber nicht immer besetzen konnten. Es kann natürlich sein, dass das Bewerbungsverfahren ein bisschen anders aussieht als sonst - und zum Beispiel das klassische Bewerbungsgespräch und der Besuch im Ausbildungsbetrieb wegfällt und ihr euch stattdessen in einem Telefonat oder einem Videochat kennen lernt.
Wenn du schon eine Idee hast, welchen Ausbildungsberuf du ergreifen möchtest, dann findest du im Berufenavi eine Liste mit lokalen oder bundesweiten Ausbildungsplatzbörsen, in denen die Betriebe ihre Stellenangebote inserieren.

Wie finde ich in Zeiten der Corona-Pandemie eine Ausbildungsstelle? 

Da momentan viele Möglichkeiten der ersten Orientierung und des Netzwerkens mit potenziellen Ausbildungsbetrieben wegfallen, werden diese Angebote durch digitale Möglichkeiten ersetzt. Das Berufenavi hilft dir bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz, egal wie weit du schon bei deiner Suche bist. Wenn du noch gar keinen Plan hast, was du machen möchtest, dann kannst du dich erstmal orientieren. Wenn du schon weißt in welche Richtung es gehen sollst, aber keine Ahnung hast, was für Berufe es genau gibt, kannst du anhand deiner Interessen suchen. Vielleicht weißt du aber auch schon genau, welcher Beruf es werden soll? Dann können wir dir bei der Ausbildungsplatzsuche behilflich sein.

Muss ich bei meiner Bewerbung in der Coronazeit etwas Besonderes beachten?

Eigentlich hat sich an den grundsätzlichen Abläufen gar nicht so viel geändert. Du schickst erst einmal deine Bewerbungsunterlagen ab – entweder per Post oder online und bei positiver Rückmeldung möchte das Unternehmen wahrscheinlich einen Termin zum Kennenlernen vereinbaren. Klar, der Bewerbungsprozess findet momentan hauptsächlich online statt. Dabei gibt es natürlich ein paar Besonderheiten, weil Interviews zum Beispiel oft per Telefon oder Videochat abgehalten werden. Die Ausbildungsoffensive des bayrischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber-Verbands informiert darüber, was man bei der Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz während der Pandemie beachten sollte. Diese Tipps helfen dir aber auch bei der Bewerbung in anderen Bundesländern und Branchen. Und ganz wichtig: Steck nicht den Kopf in den Sand, wenn es momentan manchmal ein bisschen länger dauert, bis du eine positive Rückmeldung bekommst. 

Wird sich das Startdatum für meine Ausbildung im Jahr 2021 verschieben?

Nein, das Ausbildungsjahr wird ganz normal starten. Es ist deshalb wichtig, dass du dich trotz der Pandemie ganz normal um deine Ausbildungsstelle bewirbst. Es kann sein, dass der Bewerbungsprozess ein bisschen anders abläuft als sonst. Der Ausbildungsbetrieb wird aber einen Plan haben, wie er trotz der aktuellen Vorschriften alle Bewerberinnen und Bewerber kennen lernen kann und die Ausbildung pünktlich starten kann. Wenn du zum offiziellen Start des Ausbildungsjahres noch keine Stelle hast, solltest du aber nicht verzagen: Oft ist es so, dass noch gar nicht alle Betriebe ihre offenen Stellen vermittelt haben. Wenn du dich weiter bemühst, kann es also gut sein, dass du – zum Beispiel mit Hilfe der Bundesagentur für Arbeit – noch nachvermittelt werden kannst. 

Muss man als Azubi auch im Homeoffice arbeiten?

Grundsätzlich gilt: Azubis sollten nicht im Homeoffice arbeiten. In der aktuellen Situation kann es aber sein, dass ab und zu doch eine Sonderregelung getroffen wird. Das hängt aber ganz von dem Ausbildungsbetrieb und dessen Möglichkeiten ab. Falls du während deiner Ausbildung doch mal ins Homeschooling musst, findest du in diesem Video viele Tipps, wie du das Arbeiten von daheim so gut wie möglich gestalten kannst.

Welche Berufe sind besonders krisenfest?

Während der Corona-Pandemie wurden einige Berufe als systemrelevant identifiziert, während andere im Homeoffice arbeiten mussten oder sogar zeitweise in Kurzarbeit gehen mussten. Branchen, die vorher als besonders sicher und lukrativ galten, waren davon auch betroffen. Grundsätzlich lässt sich nur schwer vorhersagen, welche Ausmaße und Auswirkungen eine Krise auf bestimmte Branchen haben wird, wenn dieser Fall denn überhaupt eintreten sollte. Allerdings hat die Pandemie auch deutlich gezeigt, dass wir solche Krisen als Gesellschaft am besten überwinden, wenn jeder seine Rolle gewissenhaft und mit Verantwortungsbewusstsein ausführt. Wir empfehlen dir deshalb einen Beruf zu wählen, der zu dir passt und den du in guten und in schlechten Zeiten ausführen möchtest. Falls du schon eine grobe Idee hast, wo deine Interessen und Stärken liegen, kannst du im Berufenavi nach geeigneten Berufen suchen.

Ich habe schon eine Ausbildung angefangen, die von Corona beeinträchtigt wurde. Wer kann mir helfen?

Das Berufenavi ist hier leider nicht die richtige Adresse für dich. Vielleicht helfen dir aber diese Hinweise für Azubis in der Coronazeit vom DGB, von ver.di oder von der DGB Rechtsschutz GmbH weiter.